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Postkutschenreisen

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 Der Lindauer Bote      Toskana 6 Tage       Toskana 15 Tage 

 

Im vierspännigen Jagdwagen durch die Toskana (Tour 9.2)

Siena - Maremma - Siena

Postkutschenfahrt nach NeuschwansteinDiese Toskana-Reise führt von Siena durch das braune Hügelland südlich der Stadt hinein in die weiten Eichenwälder bis hinunter in das ehemalige Sumpfland der Maremma-Ebene östlich und südlich von Grosseto und in das Naturschutzgebiet Uccellina mit seinen berittenen Pferde-und Rinderhirten. Die Reise endet wieder am Ausgangspunkt - in Siena.

Dies ist eine Reise durch die Toskana, wie sie der übliche Tourist nie erleben kann. Sie fahren mit unseren gut trainierten, vierspännigen Jagd-Breaks auf den verborgenen Seitenwegen, Sie werden bei den Familien der Weinbauern und Schlossherrn, der Gräfinnen und Fürsten aufgenommen: Sie sind Gast und nicht Tourist.

Erwarten Sie nicht den Luxus von 5*-Hotels; manchmal wohnen Sie in einfachen Bauernhäusern, ein- oder zweimal teilen Sie Dusche und Bad mit anderen, doch das ist der Preis, damit Sie die Toskana erleben so wie sie wirklich ist, fern der ausgetretenen Wege des Massentourismus. Sie werden toskanische Atmosphäre erleben: Der Wein und die Mahlzeiten, die man Ihnen serviert, sind die, welche auch die Italiener selbst essen und trinken, Genüsse, die man in keinem Edel-Italiener außerhalb erhält. Sie werden sich immer willkommen fühlen und niemals abgezockt wie ein Tourist. Sie reisen mit einer Geschwindigkeit, die es erlaubt, mit dem Menschen auf den Feldern zu sprechen und die Blumen am Wegesrand zu entdecken.

Eine Foto-Auswahl von Toskana-Reisen im Jagdwagen sehen Sie in der Fotogalerie.

Dauer:
15 Tage Reise, 14 Übernachtungen im DZ, Vollpension

Termine und Preise

inkl. 14 Übernachtungen und Vollpension, alle Getränke
die Organisation der gesamten Reise und der Route
die Vorbereitung der Unterkünfte und Stallungen
alle Mahlzeiten und Getränke einschließlich des Weines vom Abendessen des Tag 1
Alle Genehmigungen für gesperrte Wege und Parks
Gepäck -Transfer

 

Reiseplan Tour 9.2

Das Toskana-Abenteuer

Unsere Pferde sind das Schwere Warmblut der Alt-Oldenburger Rasse und der Kladruber, jener Pferde, die die Staatskarossen des Wiener Hofes gezogen haben.

Unsere Kutschen sind die klassischen Jagd-Breaks, die Platz für 8 Personen je Wagen bieten und von einem Viererzug gezogen werden.

Der Gepäck-Transfer erfolgt durch uns; bitte bezeichnen Sie Ihr Gepäck mit Ihrem Namen. Sie brauchen nicht zuviel Gepäck, da nirgendwo formelle Kleidung erforderlich ist. Trotzdem kleiden wir uns zum Abendessen bei den gastgebenden Familien etwas um.

 

1. Tag: Indivuelle Anreise
Man reist individuell an nach Siena ins Hotel "Castagneto" am Rande der historischen Altstadt mit wunderbarem Blick auf die Zitadelle und trifft sich spätestens um 19.00 Uhr an der Reception des kleinen Hotels. Am Abend besuchen wir die Piazza del Campo, einen der schönsten Plätze Europas, wo im Sommer das berühmte Pferderennen, der Palio, abgehalten wird. Abendessen in einem guten Ristorante in der Altstadt.

2. Tag:
Früh am Morgen starten wir mit den Gespannen vom örtlichen Reitstall, etwas außerhalb der Stadt, für den Transfer ist gesorgt. Auf stillen Landstraßen fahren wir südwärts. Bald schwenken wir auf weiße Naturwege und in die dichtbewaldeten Hügel. Am Naturschutzgebiet des oberen Merse halten wir für ein Picknick. Entlang einer seit langem aufgegebenen Straße über dem Fluß Merse kommen wir in den kleinen Ort Monticiano, wo wir auf der Piazza einen kleinen Imbiß einnehmen. Bald sind wir von den Dorfbewohnern umringt, die Pferde und Wagen fachmännisch begutachten. Nach weiteren 1 ½ Stunden Fahrt entlang der kleinen Landstraße biegen wir hinunter auf den holperigen Weg, der uns bald den steilen Berg hinauf zur Burg Luriano führt. Hier unterhält die Marquesa Misciatelli ein Gestüt, auf dem noch die alte italienische Rasse des Persano-Pferdes gezüchtet wird. Die Burg, aus Natursteinen gebaut, herrscht, soweit das Auge reicht, über das Land hügeliger Eichenwälder, voll von Wildschweinen. Im Jagdhaus finden wir einfache, saubere Räume für die Nacht, eine Art Rittersaal mit offenem Feuer lädt uns zum Abendessen, das von der freundlichen Köchin bereitet und serviert wird. Abends werden wir noch lange bei gutem Rotwein am Feuer sitzen.

3. Tag:
Nicht zu spät spannen wir an und verlassen den Hof, jedoch zuerst fahren wir hinauf in den Burghof, wo uns die Marquesa mit einem kleinen Trunk empfangen wird. Dann geht's hinunter den steilen Burgberg, hinaus auf die Straße; ein bis zwei Kilometer weiter biegen wir ab in die wilden Wege durch die Eichenwaldwildnis. Ab und an müssen wir über einen Bach oder ein Flüßchen, manchmal hat kurz zuvor ein kräftiger Regenguß die Brücke weggewaschen, und wir müssen "alle Mann" Steine und Holzprügel schleppen, um über das Prallufer in das Flußbett fahren zu können. Nach Verlassen der Wälder bietet sich uns ein weiter Blick hinaus auf die Ebene der unteren Maremma, bei guter Sicht bis ans Thyrennische Meer. Kurz darauf (nach einem Gefälle von 25%) stehen wir vor dem Tor der Fattoria di Peruzzo, dem großen Wein- und Olivengut des Herrn Marucchi, wo wir zwei Nächte verbringen werden. Der Hausherr selbst wird uns willkommen heißen und alsbald zum Essen führen. Herrliche Zimmer, ein bezaubernder Blick über Olivenhaine, Weingärten und Eichenwälder (6.000 ha!).

4. Tag:
Entspannung, Wandern, ein Ausflug zu den Etrusker-Ausgrabungen von Roselle, nach Massa Marittima oder zu den Mönchen nach San Antimo, wo wir den Gregorianischen Gesängen lauschen können. Abends wieder ein üppiges toskanisches Mahl.

5. Tag: Am frühen Morgen verlassen wir das gastliche Peruzzo und fahren über weites, flaches Land mit großen Bauernhöfen beiderseits des Weges. Wir treffen auf keine größere Siedlung. Erst kurz vor Mittag kommen wir nach Paganico, einem ummauerten Städtchen, wo wir unser Picknick kaufen und kurz darauf am Ufer des Ombrone rasten. Etwa 1 ½ Stunden später erreichen wir Poggio Caiano bei Campagnatico, einen vorbildlichen Reit- und Zuchtstall. Hier verbringen wir die Nacht. Abendessen wird im Haus der (Südtiroler-) Besitzer serviert.

6. Tag:
Heute liegt das längste Stück des Weges vor uns (ca. 50 km). Deshalb ein früher Start. Offenes Land, versteckte Höfe, z.T. rauhe Naturwege. Keine Taverne, kein Dorf auf weite Strecken. Bei Istia d'Ombrone überqueren wir den Fluß. Irgendwo an einer Furt oder auf einem Bauernhof werden wir die Pferde tränken und unser Picknick nehmen. Am Abend erreichen wir die Küste und das Dorf Alberese, eine Ansiedlung bestehend aus einem (ehemals) Groß-Herzoglich-Habsburgischen Palast, einigen Häusern, einer ehemaligen Artilleriekaserne und einem großen Staatsgut für die Zucht der berühmten Maremmarinder und -pferde. Hier hüten die berittenen Hirten, die Butteri, seit Jahrhunderten diese halbwilden Herden. Wir werden für zwei Nächte den Palast beziehen, abends treffen wir uns zu einem guten Abendessen in einem ausgesuchten Restaurant.

7. Tag:
Wir werden einen Tag hier verbringen, mit unseren Gespannen durch die Sümpfe und Sanddünen fahren, das riesige Naturschutzgebiet besuchen. Wer etwas reiten kann, hat vorher die Möglichkeit, ab 07.00 Uhr mit den berittenen Hirten einen mehrstündigen Arbeitsritt zu machen. Abends feiern wir in einem ausgezeichneten Fischrestaurant in Rispescia unseren Abschied von denjenigen unserer Gäste der Tour 9.1, die nach einer weiteren Nacht im Palazzo morgen die Heimreise antreten.

8. Tag:
Alberese ist eine ehemalige kleine Garnison der habsburgischen Groß-Herzöge der Toskana mit Kasernen für eine Artillerie- und eine Kavallerieeinheit, bestehend aus einem kleinen Sommerpalast, heute das Gästehaus der Regionalregierung der Toskana, einigen ehemaligen Unterkünften für die damaligen Militärangehörigen und einer großen Domäne der Regierung. Hier finden sich noch halbwilde Pferde und die großen Maremma-Rinder, die noch von berittenen Hirten, den Butteri, gehütet werden. Den heutigen Tag widmen wir der Entspannung. Abends: Abendessen in einer kleinen Taverne im Ort.

Tag 9: Naturschutzgebiet Parco Uccellina, Distanz:  32 km
Wir fahren mit den vierspännigen Jagd-Breaks vom Staatsgut entlang des Ombrone zum Thyrennischen Meer und dann durch das Naturschutzgebiet. Mit einer Sondererlaubnis sind wir die Einzigen, die mit Kutschen ins Naturschutzgebiet einfahren dürfen. Über die Sanddünen, entlang des Strandes und zu den Höhlen unterhalb der alten Wachtürme an der Küste. Durch riesige Schirm-Pinien-Wälder, stoßen wir immer wieder auf die halbwilden Maremma-Rinder. Auf einer Lichtung machen wir unser Picknick.
Abends: Dinner in einem exzellenten Sea-Food Restaurant in Rispescia.

Tag 10: Alberese - Campagnatico, Distanz: 32 km
Auf alten Handelswegen noch aus dem Mittelalter kommen wir durch kleine Orte. Mittagsrast in einer kleinen Taverne.
Abends: Übernachtung in der Villa Bell' Aria der Contessa Luisella Querci di Rovere Galli, eine charmante Gastgeberin, die uns in der Villa Ihrer Familie beherbergt, innerhalb des mittelalterlichen Ortes  Campagnatico. Abendessen in der Cantina di Poggio Caiano, dem Restaurant einer Südtiroler Familie.

Tag 11: Campagnatico - Castello di Argiano, Distanz: 43 km
Strecke Campagnatico über Paganico, ein Städtchen mit mittelalterischer Stadtmauer aus den Zeiten der Kriege zwischen den Stadt-Staaten Siena und Florenz, nach Castel Argiano. Je nach Wasserstand überqueren wir den Ombrone, Picknick am Flußufer. Danach fahren wir durch die schier endlosen Weinberge des Castel alle Mura, Banfi, früher Besitz einer Adelsfamilie. Die letzte ihres Standes, Teofila Banfi, war die Leiterin des päpstlichen Haushaltes von Papst Pius X. Heute ist Banfi perfektionistisch restauriert durch einen Italo-Amerikanischen Trust, finanziert auch von japanischen Investoren. Es ist jetzt der Mittelpunkt des berühmten toskanischen Weines "Brunello".
Übernachtung in Castello di Argiano - diese
Burg war einst der südlichste Vorposten der Stadtrepublik Siena während der Renaissance. Heute in Besitz eines Englisch-Italienischen Paares. Sie, Sarah Sesti, ist aus einer bekannten Pferdezüchterfamilie - er, Guiseppe Sesti, ist ein kulturelles Multitalent: Weinbauer, Schriftsteller (ein bekanntes Buch über die Fabeln des Tierkreises in den verschiedenen Kulturen und Völkern der Welt, Organisator der Sommer-Opernfestspiele in einem benachbarten Städtchen, Mitglied der Cardellini, einer á-capella Sängergruppe vom Monte Amiata, und, und, und voll von Geschichten.
Abendessen mit der Familie in der alten Kapelle (jetzt dekonsekriert).

Tag 12: Castello di Argiano, Distanz: 0 km
Ein zweiter Tag in Castel Argiano. Gegen Mittag Ausflug mit dem Auto zum Kloster San Antimo mit einer romanischen Basilica aus dem 8. Jahrhundert, jetzt von Zisterzienser Mönchen bewohnt, wo wir noch den Gregorianischen Gesängen lauschen können. Mittag in einer Taverne in der Nähe.
Auf dem Heimweg können wir noch kurz das Weinstädtchen San Angelo in Colle besuchen.
Abendessen mit der Familie, Besuch der Cardellinni, die á-capella Sänger vom Monte Amiata, dem höchsten Berg der Toskana. 

Tag 13: Castello di Argiano - Castel Nuovo di Tancredi, Distanz: 31 km
Fahrt von Argiano über das Schloss Gioconda der Marquesi di Freschobaldi und durch deren Weingärten, entlang der Höhenrückens, der das Ombrone-Tal vom Tal des Orcia teilt, mit teilweise großartigen Ausblicken in beide Täler.Picknickhalt in Castiglione di Bosco.
Abends: Übernachtung in den alten Bauernhäusern von Aiale und Castelrotto, zwei von 16 Höfen des Schlosses Nuovo Castello di Tancredi, in Besitz des Principe Guido Aldo Venturini del Greco, in 2. Ehe verheiratet mit einer amerikanischen Innenarchitektin. Diese Höfe stehen einsam in der Landschaft, in einem sind unsere Pferde in den Räumen unterhalb unserer Zimmer eingestellt. Die Zimmer sind einfachst, aber sehr sauber, ein großer Wohnraum mit riesigem, offenem Kamin wird als Eßraum genutzt. Das Abendessen wird von Lisena, der Frau des Dorfschmiedes, vorbereitet. Wir werden die fürstliche Cantina besuchen und entweder dort oder in einem der Bauernhäuser unser Abendessen einnehmen.

Tag 14: Castel Nuovo di Tancredi - Via Maggio, Distanz: 35 km
Die Gespanne fahren von Aiale über wilde und steile Wege nach Via Maggio. Picknick an einem kleinen Fluß.
Abends: Via Maggio, ein kleiner einsamer Fleck mit hübschen Appartements und gutem Essen.

Tag 15 : Via Maggio - Siena, Distanz: 40 km
Wir verlassen Via Maggio und nähern uns langsam Siena, das wir schon von Weitem sehen können. Zum Mittag halten wir an einem privaten Bauernhof, wo uns der Bauer eine gute Lasagne und seinen eigenen Rotwein serviert. Abends übernachten wir in einem kleinen Hotel am Rande von der Altstadt von Siena mit herrlichem Blick auf den Dom und die Zitadelle. Zum Abendessen gehen wir in die Altstadt in ein gutes Restaurant.

Tag 16: Individuelle Heimfahrt
Nächster Flughafen ist Florenz, von Siena gehen laufend Busse dorthin (ca. 60 km).

 

Besondere Wünsche:
Einzelzimmerzuschlag: € 16,- / Nacht.

 

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